Interview mit PYRANJA

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Ja, ihr habt richtig gelesen, jetzt gibt´s ein Interview mit Pyranja!
Dir Rostockerin sollte wohl jedem in der deutschen Hip Hop Szene ein fester Begriff sein! Und spätestens seit der Jahrtausendwende ist sie mit Ihren “Wurzeln & Flügeln” und zahlreichen Fatures nicht mehr aus der deutschen Raplandschaft wegzudenken. Nach kurzem Abstecher über den Ostblokk findet sie Ihren direkten Weg zu Pyranja Records, Ihrem eigenen Label auf dem auch die Folgealben “Frauen & Technik” sowie “Laut & Leise” erschienen sind. Anschließend folgte 2006 der 8. Platz beim Bundesvision Songcontest von Stefan Raab. Aktuell ist sie Radiomoderatorin beim Potsdamer Radiosender Fritz und engagiert sich stark am Projekt “Translating Hip Hop”.

Seit über einem Jahrzehnt bereicherst du sehr erfolgreich die deutsche Hip Hop Szene als weiblicher MC. Was ist deiner Meinung nach die größte positive Weiterentwicklung im deutschen Hip Hop seit du im Game bist?
Mir gefällt, dass sich deutscher HipHop im letzten Jahrzehnt sehr vielseitig entwickelt hat und es inwischen eine riesige Bandbreite an unterschiedlichen Künstlern gibt, die sich immer wieder gegenseitig beeinflußen – gerade im Untergrund. Außerdem sind wir mittlerweile vom Level der Beat-Produktionen, aber auch von der textlichen Bandbreite und hinsichtlich Flows und technischer Skillz definitiv auf hohem, auch internationalen Niveau angekommen – auch wenn hier in Deutschland viele lieber rummeckern, als die positiven Dinge zu feiern.

 

Du bist ja am Projekt „Translating Hip Hop“ beteiligt. Was genau macht ihr da? Bitte erklär den Lesern wofür das Projekt steht.
Wie der Name schon sagt, geht es bei dem Projekt vorrangig ums Übersetzen, was gar nicht so einfach ist, weil man Raptexte von anderen in dem Fall ja nicht nur wörtlich übernimmt, sondern weil das ganze ja auch flowen muss und man zudem ja auch sowas wie Wortspiele und Slang in unsere Sprache übersetzen muss. Ich selbst durfte im Rahmen von dem Projekt nach Bogotá (Kolumbien) und Beirut (Libanon) fliegen und konnte so mit Künstlern wie Rayess Bek, Malikah, Flaco Flow & Melanina, sowie Diana Avella und Nazizi zusammenarbeiten und natürlich auch diverse Live Shows in den Ländern spielen, Wahnsinns Erfahrung!

 

Hälst du für Hip Hop Deutschland dieses Jahr noch etwas bereit? Was sind deine nächsten Schritte?
Ich schreibe ja gerade neue Songs für mein mittlerweile viertes Soloalbum, aber ob ich davon dieses Jahr noch etwas raushaue kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen.

 

Welcher Künstler hat dich in deinem Tun am meisten geprägt und wieso?
Es gibt so viele gute Leute, die mich immer wieder inspirieren, wo soll man da anfangen? In den neunzigern ging es bei mir ganz klassiche los los mit NWA, 2LiveCrew, DITC AZ, Heltah Skeltah, Rakim und natürlich Smif’n’Wessun, nicht zu vergessen Nas, Biggie, Jay Z, Mobb Deeb, Boot Camp Clikk, Keith Murray und Redman. Ganz groß sind in meinen Ohren aber auch Ill Bill, Vinie Paz und das ganze Coka Nostra Zeugs. Ich feier bis heute v.a. die Beats von Eric Sermon, Marco Polo, Black Milk und Alchemist und bin seit einiger Zeit vermehrt auf TechN9ne und Yelawolf hängengeblieben.

 

Was möchtest du den Heads da draussen noch mitteilen?
Danke für den jahrelangen Support!

 

Vielen Dank für die Zeit die du dir genommen hast!

Bleibt auf dem Laufenden und schaut bei Pyranja vorbei –> Pyranja.de

 

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No Comments to “Interview mit PYRANJA”

  1. [...] Pyranja talks about HipHop in Germany, future projects and her source of  inspiration… Check it out! from → Uncategorized ← Anne Khan – Concert in Nairobi No comments [...]

  2. [...] still um die Urgesteine. Die Alben und auch die Nummern aus der Swingerclub-Tour im Jahr 2000 mit Pyranja, Tefla & Jaleel, Lenny und Curse können sich nach wie vor sehen und vorallem hören lassen! [...]

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