Interview mit Gabreal

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Nach dem ersten HipHop-Musik.net Exclusive Track von Gabreal mit seinem Homie Since A Neddie – Es ist alles gesagt, den wir euch vorgestellt haben, ballern wir direkt noch ein Interview mit dem Rapper hinterher!

Wie würdest du die aktuelle Situation im deutschen Rapgeschäft beschreiben? Was bedeutet die Entwicklung für dich persönlich?

Ich bin zwar nicht der Typ, der den ganzen Tag deutsche Sachen hört, aber ich muß sagen, dass ich es cool finde, dass deutscher Rap mittlerweile eigenständig ist. Noch vor ein paar Jahren hörte sich die Hälfte der Beats nach den Diplomats an. Heute haben wir erfolgreiche Künstler wie Casper oder meinen alten Homie Marteria, die einfach einen eigenen Sound haben. Außerdem hat sich wohl langsam bis ins letzte Kaff rumgesprochen, dass mit Rap nicht wirklich viel Geld hier zu verdienen ist. Das hat allerdings auch seine gute Seite. Jetzt rappen die MCs wieder völlig befreit von irgendwelchen Zwängen á la „meine Tracks müssen so und so klingen, damit sie gekauft werden. Ich mache eh meine Musik unabhängig von den Erwartungen anderer. Ich habe Partytracks gemacht, viele deepen Sachen geschrieben und bin so nie in eine Schublade zu stecken gewesen. Das mag schlecht sein, wenn man seine Musik vermarkten will. Für mich als MC bedeutet es allerdings Vielseitigkeit.

 

Was geht zur Zeit in der Hamburger Rapszene?

Es gibt jeden Donnerstag die Rapparty „The Bench“ , bei der Underground-Acts auftreten können und es ein Open Mic gibt. Ich war gerade selbst mal wieder auf der Party und muss sagen, es gibt definitiv viele junge, talentierte Rapper in Hamburg. Seit dem Erfolg von Nate ist Hamburg ja bei vielen wieder auf der Karte, aber es gibt noch viel mehr als Streetrap hier. Da gibt’s zum Beispiel meine Jungs Balda B und Gizzle da Wiz, die einen ganz eigenen Sound haben und einfach ehrlich über ihr Leben und ihre Sichtweise rappen.

 

Erzähl uns etwas über deine aktuellen Projekte. Planst du etwas Neues? Auf was dürfen sich die Heads freuen?

Mein Album wird in Anlehnung an meine Heimat Rostock „Windstärke 10“ heißen. Ich bin ja in Warnemünde an der Ostsee aufgewachsen und liebe einfach diese Herbststürme. Es werden 10 Tracks auf dem Album sein, die jetzt nur noch gemischt werden. Seit meinem Album „Trashtalk“ (Juice – Demo des Monats 09/2005) habe ich zwar mit meinen Lostfiles-Tapes immer Tracks rausgebracht. Dies wird jetzt aber endlich DAS Album, das ich von mir selbst erwarte. Außerdem arbeite ich mit meinen Jungs Balda B und Mikzn an einem Collabo-Projekt namens „To Deski No“, für das wir bereits 10 Tracks geschrieben haben. Da wird noch einiges von uns rauskommen in Zukunft.

 

Hast du in nächster Zeit irgendwelche Termine und/oder Auftritte wo man dich sehen kann? 

Ich werde mit meinem DJ Pndj Hooker bald mal wieder in Hamburg auftreten. Den genauen Termin erfahrt ihr auf meiner Seite facebook.com/gabrealness.

 

Möchtest du den Heads da draussen noch etwas mitteilen?

Letzendlich geht es immer um Kreativität. Egal was du machst – es ist wichtig, dass es irgendwie etwas Neues ist. Viele kopieren nur das was es schon tausend mal gibt. Das langweilt die Leute auf Dauer nur. Egal was du machst – mach mal was Neues ;)

 

 Vielen Dank für deine Zeit, Gab!

Wenn ihr den Track “Es ist alles gesagt” noch nicht gehört hat, geht´s hier zum

 

Bleibt auf dem Laufenden über Gabreal:

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No Comments to “Interview mit Gabreal”

  1. [...] letzten Jahr berichteten wir bereits über Gabreal mit einem kleinen Interview und einem exklusiven Track, den ich euch hier>> nochmal anhören könnt! Be Sociable, Share! [...]

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